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Wanderreiten
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Ausrüstungsempfehlungen
Die Reitausrüstung, die Sie auch sonst verwenden (neue Sachen erst Zuhause austesten).
Sattel – Satteldecke
Sattel (es wird immer wieder mit einem Vielseitigskeitssattel gestartet, wovon ich dringend abrate: es macht einen gewaltigen Unterschied, ob Sie zwei, drei Stunden in "Ihrem Gäu" reiten oder ob Sie sechs Tage lang jeden Tag fünf bis sieben Stunden im Sattel sitzen (für Sie und Ihr Pferd). Ein ausprobierter Sattel mit möglichst großer Auflage schont den Pferderücken (so er passt, der Sattel), Hirtensättel aller Art (Camargue-, Western-, Vaquero-Sattel sowie der legendäre Sattel der Kavallerie (Armeesattel) sind durch die größerer Auflage und die Befestigungsmöglichkeiten für Taschen gut geeignet. Ein Woilach (zusammengelegte Satteldecke), lässt die einzelnen Deckenlagen gegeneinander reiben und nicht die eine dünne Schabracke am Pferderücken. Der Woilach kann auch als Abschwitzdecke dienen. Nachteil: Muß sorgfältig faltenfrei aufgelegt und ausgekammert werden. Verwenden Sie das Zaumzeug, das Sie auch sonst verwenden. Der Wanderreiter muss nicht zwingend eine (Western-) Kandare "einhängen"... (auch das Tellington-Gebiss ist nicht unbedingt eine Wohltat für das Pferd!)
Anbindevorrichtung -
ein dickes Seil mit vier Metern Länge (der übliche Führstrick lässt sich nicht um einen Baum befestigen!) und einem Verschluss . Wenn Ihr Pferd daran gewöhnt ist, hat ein Halsriemen den Vorteil, dass Ihr Pferd angebunden bleibt, während Sie es auftrennen. Nachteil: muss eng verschnallt werden, wenn das Pferd die Möglichkeit hat, sich zu wälzen (Huf im lockeren Halsriemen: Pferd erwürgt).
Anbinden bitte fest mit Sicherheitsknoten. Pferde lernen, sich loszureissen. Angebunden zu stehen muß das Wanderreitpferd kennen/können!
Hufschutz
Besonders für längere Ritte in unbekannter Gegend ist Hufschutz für fast alle Pferde zu empfehlen: Hufschuhe, Kunststoff (genagelt oder geklebt), Eisen.
Ich habe bei meinen Pferden sehr gute Erfahrungen mit Kunstsoffbeschlägen gemacht. Dieser ist aber nur dann sinnvoll, wenn das Pferd gerade und ohne starkes "Drehen" auffusst. Da das Plastik-Eisen beweglich ist (Vorteil für den Huf, denn der bewegt sich ja auch), kommt bei drehendem Auffussen des Pferdes unterschiedliche Last auf die einzelnen Nägel; daher kann der Beschlag ausreissen (das wär dann ein rechter Nachteil für den Huf...).
Kunststoffbeschläge haben sich auch auf felsigem Untergrund bewährt (Eisen rutscht auf Stein, Plastik weniger).
Diese Beschläge gibt's mit unterschiedlicher Lauffläche: genoppt (wie Tintenfischbeine), Stege usw... Die genoppten Plastikbeschläge empfehle ich nicht, da diese gern bei lehmigem, tonigem Boden "zulegen" und dann rutschig werden. Diejenigen mit Stegen "putzen" sich selbst.
Weiterer Nachteil der Plastikbeschläge: Müssen immer wieder kontrolliert werden, ob sich nicht Steinchen darunter verklemmt haben und "wetzen" oder drücken.
Also: auch hier nur Bewährtes verwenden!
Insektenschutz
nach Bedarf: Sprays, Ohrenkappe mit Augenbommeln, Fliegennetz für Augen/Ohren/Nüstern, Fliegennetz für den Abend; Pferd (wenn abgekühlt), mit Antifliegenschampoo waschen; Bommeln am Sattelgurt und Vorderzeug; die Pferde schattig oder in dunklen Boxen unterbringen